Über den 1. HK-Live! Kongress 
2015 fand in Ottobrunn (bei München) erstmals ein großer Kongress der Zeitschrift "Homöopathie KONKRET" statt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, klassische Homöopathie mittels substanzieller Fachartikel hochkarätiger Homöopathie-Autoren zu fördern und zu verbreiten. Der Kongress präsentierte die regelmäßigen Autoren der Zeitschrift und weitere bekannte Dozenten der klassischen Homöopathie in exzellenten Vorträgen und Workshops aus der homöopathischen Praxis.

Leitthema des Kongresses waren die akuten Erkrankungen, insbesondere ihre Bedeutung im Heilungsverlauf chronischer Krankheit, für ein passendes Fallmanagement in der Praxis. Denn vielen KollegInnen fällt es nicht leicht, akute Erkrankungen effektiv zu behandeln. Innerhalb der klassischen Homöopathenschaft ist zudem noch immer wenig bekannt, wie ein chronischer Heilungsverlauf mittels Akutbehandlung positiv beeinflusst werden kann.

Über den Vortrag von Dr. Stephan Gerke
Bei einer Postpartalen Depression (PPD, Wochenbettdepression) handelt es sich um eine schwere Depression im Anschluss an eine Entbindung. Besonders gefürchtet ist das Risiko des erweiterten Suizids, bei dem die Mutter nicht nur sich selbst, sondern auch das neugeborene Kind tötet. Wie ist eine so gefährliche Erkrankung zu bewerten? Können wir sie auch homöopathisch begleiten?

Aus §73 Organon lässt sich ableiten, dass eine Geburt eine echte"Hochrisiko-Veranstaltung" ist, die das Auflodern der latenten Psora auslösen kann. Nach Hahnemann ist eine Wochenbettdepression demnach als interkurrente, hoch akute Erscheinung des chronischen Erkrankungshintergrunds zu verstehen.

Der Erfahrung des homöopathisch arbeitenden Psychiaters Dr. Stephan Gerke nach lehnen viele Patientinnen eine schulmedizinische Behandlung ab, da sie ihr Neugeborenes selbst stillen möchten und wissen, dass Antidepressiva in die Muttermilch übergehen. In der Praxis ist dann die angemessene Einschätzung einer möglichen Gefährdungslage entscheidend: Nur wenn die Patientin klar einsieht, dass ein Suizid eine Katastrophe wäre und wenn es gesichert erscheint, dass sie derartige Impulse kontrollieren kann, wäre eine ambulante Behandlung zu verantworten. In jedem Falle muss ein Psychiater hinzugezogen werden!

Wie solche Depressionen auch ohne Antidepressiva erfolgreich mit homöopathischen Arzneien behandelt werden können, demonstriert Gerke am Beispiel einer umfassenden, dramatischen Kasuistik, bei der sich die junge Mutter ganz bewusst gegen Psychopharmaka entschieden hatte.

Dr. Stefan Gerke beschreibt erfahrungsreich die diffizile Therapie schwerer postpartaler Depressionen und verdeutlicht ihre Bedingungen und Risiken.

Extrabeigabe: PDF-Präsentation

Die DVD beinhaltet neben dem Videomitschnitt eine PDF-Datei der Powerpointpräsentation.

 

 

HK-111 Dr. Gerke, Stephan: Postpartale Depression. Homöopathie in der Psychiatrie

18,50 €

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Dr. Stephan Gerke beim Vortrag