Über den 1. HK-Live! Kongress
2015 fand in Ottobrunn (bei München) erstmals ein großer Kongress der Zeitschrift "Homöopathie KONKRET" statt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, klassische Homöopathie mittels substanzieller Fachartikel hochkarätiger Homöopathie-Autoren zu fördern und zu verbreiten. Der Kongress präsentierte die regelmäßigen Autoren der Zeitschrift und weitere bekannte Dozenten der klassischen Homöopathie in exzellenten Vorträgen und Workshops aus der homöopathischen Praxis.

Leitthema des Kongresses waren die akuten Erkrankungen, insbesondere ihre Bedeutung im Heilungsverlauf chronischer Krankheit, für ein passendes Fallmanagement in der Praxis. Denn vielen KollegInnen fällt es nicht leicht, akute Erkrankungen effektiv zu behandeln. Innerhalb der klassischen Homöopathenschaft ist zudem noch immer wenig bekannt, wie ein chronischer Heilungsverlauf mittels Akutbehandlung positiv beeinflusst werden kann.

Über den Workshop von Inga-Maria Stalljann
"Alt, multimorbide, bettlägerig, dement und obendrein noch 15 Medikamente am Tag - was kann man denn da noch machen?"

Die Zahl älterer Menschen wird in Deutschland von derzeit ca. 15 Mio. bis 2020 rasant auf ca. 20 Mio. ansteigen. Wir können daher davon ausgehen, dass der Anteil alter Patienten auch in homöopathischen Praxen deutlich zunehmen wird.

Bei der homöopathisch-geriatrischen Behandlung sind verschiedene Besonderheiten zu beachten, weil alte Menschen beispielsweise oft nicht mehr in der Lage sind, sich sprachlich klar und verständlich auszudrücken. Wie können wir einem verbal eingeschränkten Patienten jenseits der Sprache begegnen? Wie schulen wir die spezifische Wahrnehmung seines Zustands? Ist eine homöopathische Behandlung trotz der häufigen allopathischen Massenmedikation möglich?

Die klassische Homöopathin (SHZ) Inga-Maria Stalljann aus Lübeck hat sich seit über 20 Jahren auf die Behandlung alter und pflegebedürftiger Patienten spezialisiert. In ihrem HK-Kongress-Workshop berichtet sie aus ihrem großen Erfahrungsschatz.
Behutsam und voller Respekt nähert sie sich den sensiblen Bereichen geriatrischer Krankheiten, Demenz, Pflegebedürftigkeit und Tod.

Dabei stellt sie zunächst Überlegungen zum Behandlungsziel und zu möglichen Heilungshindernissen an und geht der Frage nach, ob eine individuelle Symptomatik im Alter noch verschwinden kann. Auch spricht sie offen den notwendigen Reifungsprozess des Therapeuten an. Begleitend dazu stellt sie verschiedene Fälle aus ihrer langjährigen Praxis vor.

Um im geriatrischen Bereich angemessen homöopathisch zu behandeln, bedarf es spezieller Herangehensweisen, bei denen man das vertraute Gebiet der "Gesamtheit der Symptome" oftmals verlassen und Neuland betreten muss. Die altersspezifischen Erkrankungen mit ihren oft atypischen Verlaufsformen stellen eine besondere Herausforderung dar. Das beginnt bereits bei der Anamnese, die sich bei alten, insbesondere dementen Menschen recht schwierig gestalten kann. Hier gibt sie wertvolle anamnestische Hinweise, beispielsweise bei der Erkennung von Schmerzen Demenzkranker. Schließlich widmet sich die Referentin der Frage möglicher Palliation und der homöopathischen Unterstützung im Sterbeprozess.

Frau Stalljann vermittelt in ihrem Workshop nicht allein einen reichhaltigen Erfahrungsschatz, sondern auch eine große Leidenschaft für dieses besondere, leider oftmals noch tabuisierte Thema.

Ein lebendiges, praxisnahes und einfühlsames Plädoyer für ein würdevolles Altern, mithilfe der vielfältigen Möglichkeiten homöopathischer Begleitung.

Themen

  • Die Behandlung multimorbider Geriatrie-Patienten
  • Massenmedikation und Homöopathie
  • Behandlungsziel Palliation?
  • Besonderheiten bei der homöopathischen Behandlung alter Menschen
  • Schmerzen bei Demenzkranken erkennen
  • Homöopathische Unterstützung bei Sterbenden?

     

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