Über den 1. HK-Live! Kongress 
2015 fand in Ottobrunn (bei München) erstmals ein großer Kongressder Zeitschrift "Homöopathie KONKRET" statt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, klassische Homöopathie mittels substanzieller Fachartikel hochkarätiger Homöopathie-Autoren zu fördern und zu verbreiten. Der Kongress präsentierte die regelmäßigen Autoren der Zeitschrift und weitere bekannte Dozenten der klassischen Homöopathie in exzellenten Vorträgen und Workshops aus der homöopathischen Praxis.

Leitthema des Kongresses waren die akuten Erkrankungen, insbesondere ihre Bedeutung im Heilungsverlauf chronischer Krankheit, für ein passendes Fallmanagement in der Praxis. Denn vielen KollegInnen fällt es nicht leicht, akute Erkrankungen effektiv zu behandeln. Innerhalb der klassischen Homöopathenschaft ist zudem noch immer wenig bekannt, wie ein chronischer Heilungsverlauf mittels Akutbehandlung positiv beeinflusst werden kann.

Über den Vortrag von Dr. Jens Wurster
Dr. Jens Wurster widmet sich hier der Frage, wie wir schweren Akuterkrankungen während einer chronischen Kur sowie Folgezuständen nach Operation u. a. allopathischen Maßnahmen homöopathisch begegnen können. 

Wie behandelt man beispielsweise Erysipel, Verwachsungen oder Fistelbildungen nach Operationen? Welche Möglichkeiten gibt es bei Darmverschluss, Leberzirrhose oder akuten Schmerzzuständen von multipler Sklerose und Tumorerkrankungen? Welche generelle Bedeutung haben akute Erkrankungen während einer chronischen Kur? Wie lassen sich die akute und chronische Behandlung voneinander trennen?

Bei der Behandlung schwerer Pathologien (z. B. komplizierten Tumorfällen) ist es oft nicht einfach, einen guten Behandlungsansatz zu finden. Die Vorgehensweise hat sich, vor allem in der Krebsbehandlung, stets genau an den vorhandenen Symptomen zu orientieren. Die Vermischung verschiedener Zustände trübt hingegen den Blick und erschwert die Therapie. Die Totalität der Symptome allein reicht daher nicht aus, um eine Arznei für den Fall zu finden. Das gilt vor allem dann, wenn der Patient unter den Nebenwirkungen von Chemo- oder Strahlentherapie leidet. Dann muss zuerst eine gute Arznei für deren Folgen verabreicht werden. 

Wenn die vordergründige, den Patienten akut am stärksten belastende Ebene nicht behandelt wird, kann auch das konstitutionelle Mittel nicht wirken. Nach Wursters Erfahrung ist somit die vielversprechendste Vorgehensweise, sich Schicht für Schicht ans Zentrum der Krankheit vorzutasten. 

Bei den vorgestellten Fällen läutete die akute Intervention eine erkennbare Wende ein. Daran zeigt sich wie wichtig es sein kann, den Patienten zunächst mit organotropen Arzneien zu unterstützen, um den Heilungsprozess voranzutreiben.

In seinem energiegeladenen Vortrag verdeutlicht Wurster die Wichtigkeit der Unterscheidung akuter und chronischer Zustände bei schweren Krankheitsfällen - und ihre therapeutischen Konsequenzen.

Fälle

  • Merkelzelltumor
  • Multiple Sklerose
  • Metastasiertes Melanom in der Leiste
  • Uterus-Ca
  • Austherapierter Brustkrebs
  • Prostata-Ca, mit Hauttumor an der Schläfe
  • Mehrere Fälle von Pankreas-Ca
  • Nierenzell-Ca mit Lungenmetastasen


Angesprochene Arzneien
Myristica, Thiosinaminum, Chininum sulf., Chamomilla, Sepia, Bell., Carb-a., Conium, Lyc., Sanguinaria-Salbe n. E.G.Jones, Hydrastis, Cadm-s., Mormodica carnata, Thuja

 

 

HK-107 Dr. Wurster, Jens: Das Vorgehen bei komplizierten Tumorfällen und akuten Krankheiten während einer homöopathischen Behandlung

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